landwirtschaft

Sonntag, 2. November 2008

Terra Madre

Gut sauber fair, von der Öno- zur Öko-Gastronomie, Geschmackserziehung, Arche des Geschmacks, biologische Vielfalt von Lebensmittel, Konsumenten als Koproduzenten, traditionelle Herstellungsverfahren und Endprodukte bewahren, Recht auf Genuss, lokale Esstraditionen,...
terra madre

Vom 22. - 27. Oktober fand die „Terra Madre“ in Turin statt; parallel dazu war die „Salone del Gusto“, beides Veranstaltungen von „Slow food“.
Das erste ist eine Zusammenkunft von mehreren tausend Lebensmittel-produzenten und -verarberitern (Köche, Handwerker) sowie Studenten, Wissenschaftler, Journalisten,...um ihre Belange zu diskutieren.
Das zweite die größte(?) Lebensmittelmesse der Welt.
Das dritte eine non profit Organisation.

Ganz oben kann man die Schlagworte dieser Tage lesen.
Es war echt beeindruckend eine Veranstaltung dieser Größenordnung zu erleben, jedoch muss ich zugeben, dass ich mit den Inhalten große Probleme hatte und habe. Slow food kämpft seit seiner Entstehung mit der Kritik ein elitärer Gourmetclub zu sein. Und obwohl sich die Organisation zunehmend der politischen Dimension des Themas öffnet ist die Kritik nicht ganz daneben, denn leider werden viele Punkte nur an der Oberfläche (oder gar nicht) berührt.
Es war auch ein Produkt aus Vorarlberg dabei und zwar der Riebelmais.
riebelmais

Montag, 5. Mai 2008

Günland ...

  1. ...
  2. ...
  3. für bestes Trinkwasser. Der Alpenraum ist das "Wasserreich" Mitteleuropas.
  4. für Sauerstoffproduktion. Grünland und Wald sorgen für beste Luftqualitäten. Im Alpenraum herrschen kühlere Temperaturen vor. Die Alpenregionen sind wichtige Lebens- und Erholungsräume.
  5. für eine hohe Biodiversität in Flora und Fauna. Die großen Unterschiede in den geologischen, topografischen und klimatischen Verhältnissen bei individueller Bewirtschaftung durch die Bauern liefern diese einzigartige Vielfalt im Alpenraum. Die drohende Verwaldung verdrängt diese Biodiversität.
  6. für rund 370.000 landwirtschaftliche Betriebe, die mit den Raufutter verzehrenden Tieren das Grunlandfutter produktiv zu Fleisch und Milch veredeln und dabei die Kulturlandschaft pflegen und erhalten.

Samstag, 3. Mai 2008

Grünland

Gruenland

10 Punkte, wofür Wiesen, Weiden und Almen nach Ansicht eines gewissen Herrn Karl Buchgraber wichtig sind; Ich schließe mich dem an und knall sie, um sie selbst nicht zu vergessen euch vor den Kopf:
  1. für eine kräftige Durchwurzelung des Oberbodens. Unter Grünland beste Aggregatstabilität, vielfältiges und aktives Bodenleben, beste Lebendverbauung und hohes Nährstoffhaltevermögen.
  2. für den Erosionsschutz, insbesondere in Hang- und Steillagen. Naturgefahren (Muren) und Nährstoffeinträge in Gewässer werden bei intakten Grünflächen hintan gehalten oder vermieden.

Dienstag, 19. Juni 2007

zur Sau gemacht?

sau

Auf der Homepage des Vorarlberger Braunviehzuchtverbands erfährt der interessierte Leser, dass der „beste Betrieb“ im Land einen stolzen Stalldurchschnitt von 10.177 kg vorzuweisen hat. Und die Grenze nach Oben scheint für viele offen zu sein. Um dem Wiederkäuer „Rind“, derartige Leistungen abzufordern, ist ein beachtlicher Einsatz von Kraftfutter nötig. Kritiker dieses Systems, wie der ehemalige Tierzuchtprofessor Dr. Haiger, sprechen davon, dass die „Kuh zur Sau“ gemacht wird.
Die Herren, die auf diversen landwirtschaftlichen Veranstaltungen, derartige Hochleistungstiere prämieren fordern im selben Atemzug die „Flächendeckende Bewirtschaftung von Grünlandregionen“. Es stellt sich aber die Frage, ob die Bestrebungen der Zuchtverbände, die Grünlandgebiete auf Dauer nicht überflüssig machen. Warum sollen in Zukunft noch Rinder in Vorarlberg gehalten werden, wenn deren Leistung von importiertem Getreide abhängt? Ist es da nicht sinnvoller diese Tiere gleich in den Ackerbauregionen zu halten?
Der Wiederkäuer erweist uns einen großen Dienst, in dem er faserreiche Nahrung (Gras) aufschließt und in Form von Fleisch und Milch für den menschlichen Konsum zugänglich macht. Durch das Verfüttern von Getreide das für den menschlichen Verzehr geeignetem wäre wird dieses System ab absurdum geführt.

Mittwoch, 8. November 2006

Kein Interesse an BIO Milch?

kuh
Gastbeitrag unseres hochgeschätzten Korrespondenten aus Lustenau: Simon Vetter

Supermarktketten wie Spar oder Sutterlüty verzeichnen bei der Biomilch Umsatzzuwächse von bis zu 40%, sogar Discounter wie Hofer haben diesen Markt für sich entdeckt und ihr Sortiment in diese Richtung erweitert.

Die Vorarlberg Milch ist weiterhin der Meinung eine Bioschiene sei unrentabel und es gäbe kaum einen Markt für diese Produkte. Für einen Biobauern aus dem Ländle bedeutet diese Entscheidung der Vorarlberg Milch, dass er die höheren Produktionskosten nicht abgegolten bekommt, da seine Milch gemeinsam mit der konventionellen vermarktet wird. In Innerösterreich haben viele Molkereien eine BIO Schiene und zahlen ihren Bauern für den erhöhten Aufwand, im Schnitt 5 Cent/ Liter.

Mehr Infos zum Thema BIO Milch hier!

Freitag, 16. Dezember 2005

Bio + Regional = Optimal!

Die Wichtigkeit von Ökolandbau auch für die Umwelt ist vielen Menschen noch wenig bekannt.

VerkehrtWeblog-2005-12-16-2058393488

Von hier!

Seit einigen Monaten habe ich jetzt meinen Zweitwohnsitz in Riezlern, Kleinwalsertal. Das einzige Lebensmittelgeschäft in Riezlern ist der Feneberg, der mir immer sympatischer wird, da er ein breites BIO-Produkte-Sortiment anbietet. Besonders nachhaltig scheint mir dabei die Marke "Von Hier" zu sein - das sind Produkte, die aus der (a) Region UND aus (b) ökologischer Landwirtschaft (BIO) stammen. Das obige Bild zeigt nur einen Ausschnitt der verfügbaren Produkte:

 "Von hier" Vorzugsmilch
 "Von hier" Mehl
 "Von hier" Butter
 "Von hier" Joghurt
 "Von hier" Bier!
 "Von hier" Eier
 "Von hier" Karotten
 "Von hier" Brot

Dafür bin ich gerne bereit einen höheren Preis zu zahlen. Schließlich ist man was man ißt.

Was bedeutet BIO überhaupt?

Bio ist mehr als "nur" Verzicht auf Chemie und Gentechnik. BIO ist ein ganzheitlicher Ansatz mit folgenden Prinzipien:

  • Möglichst geringer Einsatz von Fremdenergie
    So verzichtet Biologische Landwirtschaft beispielsweise auf den Einsatz von Kunstdünger, dessen Erzeugung sehr energieintensiv ist.
  • Nützen von natürlichen Selbstregulierungs-Mechanismen
    Durch vielfältige Fruchtfolge, Förderung der Nützlinge und eines stark belebten Bodens sowie Einsatz passender Sorten und Tierrassen, kommt es zu keinem Überhandnehmen von Krankheiten, Schädlingen und Unkräutern.
  • Ernährung des Bodens und nicht der Pflanze
    Durch sorgfältige Bearbeitung des Bodens und Ausbringung von Kompost werden Bodennährstoffe aktiviert.
  • Möglichst geschlossene Kreisläufe
    Was am Hof anfällt, wird wieder verwendet wie Kompost oder Wirtschaftsdünger (Mist, Jauche, Gülle); es werden möglichst keine Betriebsmittel zugekauft.
  • Umweltschonung

Quelle: http://www.landnet.at/article/articleview/17182/1/5039

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