Auf der Homepage des Vorarlberger
Braunviehzuchtverbands erfährt der interessierte Leser, dass der „beste Betrieb“ im Land einen stolzen Stalldurchschnitt von 10.177 kg vorzuweisen hat. Und die Grenze nach Oben scheint für viele offen zu sein. Um dem Wiederkäuer „Rind“, derartige Leistungen abzufordern, ist ein beachtlicher Einsatz von Kraftfutter nötig. Kritiker dieses Systems, wie der ehemalige Tierzuchtprofessor Dr. Haiger, sprechen davon, dass die
„Kuh zur Sau“ gemacht wird.
Die Herren, die auf diversen landwirtschaftlichen Veranstaltungen, derartige Hochleistungstiere prämieren fordern im selben Atemzug die „Flächendeckende Bewirtschaftung von Grünlandregionen“. Es stellt sich aber die Frage, ob die Bestrebungen der Zuchtverbände, die Grünlandgebiete auf Dauer nicht überflüssig machen. Warum sollen in Zukunft noch Rinder in Vorarlberg gehalten werden, wenn deren Leistung von importiertem Getreide abhängt? Ist es da nicht sinnvoller diese Tiere gleich in den Ackerbauregionen zu halten?
Der Wiederkäuer erweist uns einen großen
Dienst, in dem er faserreiche Nahrung (Gras) aufschließt und in Form von Fleisch und Milch für den menschlichen Konsum zugänglich macht. Durch das Verfüttern von Getreide das für den menschlichen Verzehr geeignetem wäre wird dieses System ab absurdum geführt.
simon.v - 19. Jun, 15:10