busgeschichten

Sonntag, 8. Juni 2008

Ein Vorbild von Busfahrer

Als ich vor ein paar Tagen mit dem Landbus Unterland von Bregenz nach Dornbirn fuhr, fiel mir ein Buslenker besonders positiv auf.
Bus-fuer-Praesentation
Als ich einstieg wollte ich mein Ticket am Automaten im Bus lösen, der jedoch keine 1-Euro-Münzen schluckte. Also ging ich zum Busfahrer und kaufte mein Ticket dort, wo er sich auch sofort für den defekten Automaten entschuldigte. Als "Entschädigung" bekam ich dann auch noch einen Lolli geschenkt (auch wenn ich Lutscher nicht unbedingt gerne esse, ist es doch eine schöne Geste).

Nachdem wir nun eine Weile gefahren waren, meldete er sich plötzlich über Mikrofon und fragte nach ob die Klimaanlage richtig eingestellt sein. Er wisse ja nicht, ob er die Temperatur gleich empfinde wie seine Fahrgäste. Mit den Worten "jede Kette ist so stark wie ihr schwächstes Glied, darum sollen bitte gerade kranke und ältere Leute sich nicht scheuen bei mir zu melden" munterte er noch zusätzlich dazu auf sich zu trauen, was zu sagen.

Etwas später begannen ein paar Jugendliche im Bus ohne Kopfhörer Musik zu hören. Der Busfahrer meldete sich wieder über Mikrofon und bat sie doch bitte Kopfhörer zu benutzen oder die Musik abzustellen. Er erzählte dann noch kurz von "bedauerlichen Ereignissen, bei denen andere Fahrgäste, solche Musikhörer vor Wut zusammengeschlagen haben". Danach sprach er noch einmal seine Bitte auf sehr positivem Weg aus. Die Jungs im Bus verwendeten ohne zu Murren Kopfhörer.

Mit dieser Geschichte, wollte ich zeigen, was der freundliche Umgang von Busfahrern mit Fahrgästen ausmacht. Ich habe in diesem Bus kein mürrisches Gesicht gesehen. Es ist mir natürlich klar, dass so was nicht jedem Fahrer liegt, aber es könnte sich vielleicht manch einer eine Scheibe abschneiden.

Samstag, 8. Dezember 2007

Nette Überraschung auf dem Nachtweg

Bus-fuer-Praesentation
Gestern war ich auf einem Geburtstagsfest in Lingenau. Als ich mich gegen 3 Uhr zu Fuss auf den Weg nach Hittisau machte erlebte ich eine nette Überraschung. Als ich ca. 5 Minuten gegangen war, hielt ein Stück vor mir ein Bus an und ließ mich einsteigen, ohne dass ich ihin in irgendeiner Weise dazu aufgefordert hätte.
Vielen Dank an die Fahrerin, die mich mit nach Hittisau nahm, für diesen Kundenservice der besonderen Art!

Sonntag, 6. Mai 2007

Danke, lieber Busfahrer!

Mindestens zwei Stunden taeglich sitze ich im Bus, um von hier nach dort zu gelangen. Ja, und wie es halt so ist...man macht es sich gemuetlich, hoert Musik, entspannt die mueden Glieder, schlaeft, lauscht den Anderen bei ihren amuesanten Gespraechen, liest, lernt noch verzweifelt vor einer Pruefung oder blickt einfach vertraeumt durch das grosse Omnibusfenster in die vorueberziehende Landschaft. So auch vor einigen Tagen. Es war schon dunkel, als ich von meinem Sitz aufstand und den "STOP"-Knopf drueckte.

Am naechsten Tag dann klingelte es an meiner Haustuer. Ich oeffnete und blickte den grossen Mann, der vor mir stand, fragend an. "Der kommt mir so bekannt vor - von wo kenne ich ihn nur?!" - ich tat mir schwer, dieses Gesicht zuzuordnen. Er streckte mir einige Zettel und einen Briefumschlag entgegen und fragte freundlich "Hast du das gestern im Bus verloren?!" Es waren ein an mich adressierter Briefumschlag und kleine Anatomiezettelchen. Mir verschlug es fast die Sprache. Verunsichert und dankbar fragte ich ihn "Du kommst extra vorbei, um mir das Zeug vorbeizubringen?!" Er grinste. "Ja, ich bin sowieso grad am Busfahren und wenn schon die Adresse oben steht, ist das kein Problem."

regen

Nach so manch eher negativem Erlebnis hier einmal ein positives. Ich bedanke mich beim Busfahrer und finde es nett, dass er wegen ein paar Zetteln und einen Brief extra vorbeigekommen ist.

Samstag, 2. Dezember 2006

Der Wälderbus - ein zweifelhafter Genuss?!

busfahrer_linie25
Fahrgäste - bitte warten!

1. Verlässlichkeit & Pünktlichkeit
Heute erhielt ich von einem Busbenützer folgende Sachverhaltsdarstellung. Er war heute mit der Linie 25 (Planabfahrt: 11:05) Richtung Bregenz unterwegs. Bei der Abfahrt in Egg hatte der Bus ohne ersichtlichen Grund schon 6 Minuten Verspätung (die anderen Busse waren alle pünktlich). In Lingenau waren es dann schon ungefähr 7 Minuten. Dort stieg der Buschauffeur aus und ging noch in den Kiosk einkaufen. Um 11:21 fuhr er dann in Lingenau weiter und hatte somit dann 10 Minuten Verspätung, die eigentlich völig unnötig waren.

2. Freundlichkeit
Ich selber bin am 1. Dezember 2006 mit der Linie 40 um 11:50 von Alberschwende bis Egg unterwegs gewesen und wurde Zeuge einer groben Unfreundlichkeit. Wie ich mitbekommen habe, hat der Buschauffeur die hintere Türe (willentlich?) zu früh zugemacht, obwohl ein Fahrgast gerade am Aussteigen war. Dieser Fahrgast mit Rastalocken und dunkler Haut kam dann zur Vordertür, wo der Chauffeur dem Schimpfenden diese wieder vor der Nase zugeknallt hat - nicht ohne dabei unverschämt dreckig zu lachen. Nun, ich konnte die Situation nicht ganz überblicken, aber das Verhalten des Buschauffeurs kam mir deplatziert vor. Bitte um Aufklärung!

Fazit
Gibt es denn das? Was können wir unternehmen, damit Verlässlichkeit, Pünktlichkeit & Freundlichkeit wieder zu mit dem Wälderbus assozierten Begriffen werden? Traurigerweise sind diese beiden Erlebnisse keine Einzelfälle: Als leidenschaftlicher und regelmäßiger Busmitfahrer möchte ich aber auch klarstellen, dass die meisten Mitfahrten unproblematisch und stressfrei ablaufen und das Wälderbusfahren dann zu einem Genuss wird. Aber es gibt erhebliches Verbesserungspotenzial, das wir im Sinne einer nachhaltigen (Moblitäts)entwicklung im Bregenzerwald nützen sollten.

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