Wie war die Demo?

Ja also das Desaster von kurz vor der Abschlußkundgebung hat wohl jeder mitbekommen.
Aber eigentlich war es eine gute Demo. Die längste Zeit und die überwiegende Mehrheit der Menschen friedlich, lustig, gute Stimmung, gute Gespräche.
Mit viel kreativem Protest, so auch am Sonntag (Aktionstag globale Landwirtschaft) mit einer Gen-Tech-Rallye.
Auch das Camp-Rostock war sehr interessant. Für mich vor allem die Volkskücke, die mit sehr bescheidenen Mitteln eine große Menge Menschen (mit Bio. Lebensmitteln) durchfütterte. "Tausend" Dixi Klos war zwar viel aber weniger interessant.
Attac Österreich hat sich natürlich von der Gewalt distanziert.
Ein bisschen traurig macht mich, dass man in den Medien eigentlich überhaupt nichts über die Inhalte des Protests erfährt.
(Von "News" war wer bei unserem Lager und was sie wirklich interessierte: "Habt ihr Aggressionen gegen die Polizei")
Nun hier meine Antwort: Nein hab ich nicht und 70000 andere auch nicht. Eine andere Welt ist möglich.
d.reidl - 4. Jun, 15:58
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bartenstein - 4. Jun, 16:43
Daniel, danke für den Bericht! Ist in der Tat sehr schade, dass Gewalt die Demo überschattet hat - zumindest war das in der medialen Berichterstattung das zentrale Thema.
Eine andere Welt ist möglich!
Eine andere Welt ist möglich!
me (Gast) - 8. Jun, 18:45
eine andere welt?
Eine andere Welt? Nicht mit Attac und Co. Diese Globalisierungskritik ist ein einziger Scherz. Ganzheitliche Kritik wäre gefragt und die würde sich Kapitalismus- UND Staatskritik nennen.
Den Staat anzurufen, der doch in Wahrheit der Staat des Kapitals und der Organisator und Regulator der Arbeit ist, und nicht der Staat der Menschen, wie Attac und ähnliche Blender zu glauben scheinen, dient letztendlich nicht der Überwindung des Kapitals, sondern dessen Rettung.
Tja, es gibt nämlich keinen unfairen Handel mit der dritten Welt. Diese produziert nämlich ein, wenn man der kapitalistischen Logik folgt, einfach keinen Wert. Überdies entstehen, in der kapitalistischen Marktwirtschaft, Preise nicht aufgrund von moralischen und ethnischen Kriterien, sondern aufgrund der Preisbildungsgesetze des Marktes und der Werttheorie.
Und genau diese kapitalististische Logik gilt es umzuwerfen. Und genauso den Staat, der ja nichts als der hässliche Zwilling des Marktes ist. Was die GlobalisierungskritikerInnen fordern, hört sich arg nach nationalem Sozialismus an, wie er in der DDR und CO, aber auch im NS, bereits praktiziert wurde. Guter Vater Staat beschütze mich, vor dem Bösen Kapitalisten (Juden sagte man früher)...
Auf so eine Welt hab ich keinen Bock. Da ist mir dann Globalisierung und Kapitalismus lieber.
Leider sind linke Vulgärmarxisten, autonome Steinewerfer und Attack-Peace-Hippies alle nicht in der Lage, sich mal marxens Kritik an der Politischen Ökonomie zu Gemüte zu führen. Verwundert auch kaum, wenn man durch halb Europa tingeln muss, dabei Tonnen CO2 Ausschuss produziert, Weizenfelder zusammentritt, Tonnen von Müll bei Konzerten mit den Oberhippies produziert usw.
Den Staat anzurufen, der doch in Wahrheit der Staat des Kapitals und der Organisator und Regulator der Arbeit ist, und nicht der Staat der Menschen, wie Attac und ähnliche Blender zu glauben scheinen, dient letztendlich nicht der Überwindung des Kapitals, sondern dessen Rettung.
Tja, es gibt nämlich keinen unfairen Handel mit der dritten Welt. Diese produziert nämlich ein, wenn man der kapitalistischen Logik folgt, einfach keinen Wert. Überdies entstehen, in der kapitalistischen Marktwirtschaft, Preise nicht aufgrund von moralischen und ethnischen Kriterien, sondern aufgrund der Preisbildungsgesetze des Marktes und der Werttheorie.
Und genau diese kapitalististische Logik gilt es umzuwerfen. Und genauso den Staat, der ja nichts als der hässliche Zwilling des Marktes ist. Was die GlobalisierungskritikerInnen fordern, hört sich arg nach nationalem Sozialismus an, wie er in der DDR und CO, aber auch im NS, bereits praktiziert wurde. Guter Vater Staat beschütze mich, vor dem Bösen Kapitalisten (Juden sagte man früher)...
Auf so eine Welt hab ich keinen Bock. Da ist mir dann Globalisierung und Kapitalismus lieber.
Leider sind linke Vulgärmarxisten, autonome Steinewerfer und Attack-Peace-Hippies alle nicht in der Lage, sich mal marxens Kritik an der Politischen Ökonomie zu Gemüte zu führen. Verwundert auch kaum, wenn man durch halb Europa tingeln muss, dabei Tonnen CO2 Ausschuss produziert, Weizenfelder zusammentritt, Tonnen von Müll bei Konzerten mit den Oberhippies produziert usw.
d.reidl - 9. Jun, 00:06
Na dann,
ich möchte gerne wissen wie sehr du dich mit der Kritik von Attac auseinandergesetzt hast. - Ich finde Aattac(Österreich)
geht schon sehr viel weiter als nur Konzerne und Kapitalverhältnisse
zu kritisieren.
Du schreibst vom Staat als Zwilling des Marktes und dass man den Staat umwerfen muß - wir leben in einer Demokratie - wie willst du den Staat umwerfen - oder willst du Demokratie abschaffen. Sämtliche Gruppen der Globalisierungskritik in einen Topf zu schmeißen und zu sagen,
"die sind wie Nationalsozialisten, bei denen sind die Verfüger des Kapitals die Sündenböcke und müssen weg ", finde ich ehrlich gesagt einfach blöd. - Was wären für dich gute Kritikpunkte (Was ist konkret "ganzheitliche Kritik")
geht schon sehr viel weiter als nur Konzerne und Kapitalverhältnisse
zu kritisieren.
Du schreibst vom Staat als Zwilling des Marktes und dass man den Staat umwerfen muß - wir leben in einer Demokratie - wie willst du den Staat umwerfen - oder willst du Demokratie abschaffen. Sämtliche Gruppen der Globalisierungskritik in einen Topf zu schmeißen und zu sagen,
"die sind wie Nationalsozialisten, bei denen sind die Verfüger des Kapitals die Sündenböcke und müssen weg ", finde ich ehrlich gesagt einfach blöd. - Was wären für dich gute Kritikpunkte (Was ist konkret "ganzheitliche Kritik")
Andreas.Schneider - 11. Jun, 19:08
wäre interessant, wenn "me" nochmal vorbeischauen würde und uns vielleicht dann mitteilen könnte, wie denn so seine/ihre Weltordnung ohne (oder mit einem anderen) Staat ausschauen würde. Gibt es vielleicht auch schon Gedanken über den Weg dahin?
Nur Kritisieren machts halt nicht und das kann man Attac nicht vorwerfen.
Interessanter Kommentar - wenn auch für mich ein bißchen überfeuert.
Ausserdem sind da Sachen dabei, die mir noch nicht aufgefallen sind (guter Vater Staat ...)
Nur Kritisieren machts halt nicht und das kann man Attac nicht vorwerfen.
Interessanter Kommentar - wenn auch für mich ein bißchen überfeuert.
Ausserdem sind da Sachen dabei, die mir noch nicht aufgefallen sind (guter Vater Staat ...)
schneidmich (Gast) - 14. Jun, 10:26
worum es wirklich geht
ich kenne sie gut - die systemumstürzler, anarchisten, die hippies, die autonomen attackler und wer noch aller sie um eine vermeintliche verbesserung der welt bemüht ...
es gibt nur eine sache, die sie glaubwürdig unterscheidbar macht: wo kaufen sie ein? wo zahlen sie ein? was tun sie tag für tag? wie gehen sie mit ihren mitarbeiterInnen um? wie gehen sie mit ihren gegnerInnen um? leben sie, was sie für alle realisieren wollen?
linke, die sich nur darin von rechten unterscheiden, dass sie etwas anderes sagen und wünschen, während sie das gleiche tun, können mir gestohlen bleiben.
und noch eine faustregel: je allgemeiner die forderung formuliert ist ("krempeln wir doch gleich die ganze welt um!"), desto sicher kann man sich sein, dass es eben nicht ernst gemeint ist.
eine andere welt beginnt in der eigenen küche.
es gibt nur eine sache, die sie glaubwürdig unterscheidbar macht: wo kaufen sie ein? wo zahlen sie ein? was tun sie tag für tag? wie gehen sie mit ihren mitarbeiterInnen um? wie gehen sie mit ihren gegnerInnen um? leben sie, was sie für alle realisieren wollen?
linke, die sich nur darin von rechten unterscheiden, dass sie etwas anderes sagen und wünschen, während sie das gleiche tun, können mir gestohlen bleiben.
und noch eine faustregel: je allgemeiner die forderung formuliert ist ("krempeln wir doch gleich die ganze welt um!"), desto sicher kann man sich sein, dass es eben nicht ernst gemeint ist.
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