BRENNESSEL

Es goht en Buur in Garta und schiist, putzts Füdle mit Nessla dass as biisst; hätt´der Buur dia Nessla g´kennt, hätt er´s Füdla nid v´rbrennt. (Jutz,1960)
aus dem Buch "Vorarlberger Kräuterwelten"
Nomenklatur.
Die Bedeutung des Namens Brennessel dürfte eigentlich jedem seit seinen "kurzhosigen" Kindertagen bekannt sein.
Der botanische Name "Urtica" leitet sich von dem lateinischen Wort "urere" (brennen) ab.
Bedeutung!
Die Brennessel wurde in alten Tagen zu allerlei Zauberei verwendet. In Zusammenhang mit dem rechten Ritual hielt sie Blitze sowie böse Dämonen fern, schützte das Vieh und gab ein Milch- oder Geldreiches Jahr.
Das diese Pflanze eine überaus brauchbares Heilkraut ist war bereits den alten Griechen bekannt. Bis heute findet sie in der Naturheilkunde und auch in der "schulmedizinischen" Phytotherapie Verwendung. (Blutreinigung, Blutbildung; Gicht, Rheuma, Prostataerkrankungen, Harnwegsentzündungen sind nur einige mögliche Indikationen)
Essen?
Gesund, gesünder, Brennessel. (kein Schmäh!)
Die jungen Blätter der Pflanze können von Mai bis September geerntet werden. Bei uns werden sie meist zu Tee getrocknet oder als Suppe gekocht. Meiner Meinung nach geben sie aber wesentlich mehr her, wenn man z.B Nudelgerichte oder Strudeln oder Brotaufstriche,... daraus herstellt. Hier ein paar Rezepte.
Das Sammeln und Verwenden dieser Pflanze ist wirklich einfach.
Ein Versuch im nächsten Frühling lohnt sich allemal.
Auch Interessant.
- Brennessel ist ein typischer Stickstoffanzeiger (-bezieht sich auf den Boden, auf dem sie wächst.
- Urtication = "schlagen" der Haut zur Behandlung von Hexenschuss, Rheuma,...
- Brennesselwurzelextrakt hilft bei Haarausfall und Brennessalsamen bei Libidoproblemen (aber nur bei Männern)
d.reidl - 13. Okt, 13:24
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