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Hallo du verkehrte Welt!

Ich möchte zuerst einen Dank und etwas Bewunderung für Dominik kundtun, der diesen Laden hier (und noch andere!) auch ganz allein schmeisst, wenn wieder mal alle um ihn herum gerade in der Luft hängen.
Dann habe ich vor etwa einer Woche eine E-Mail von einem Herrn erhalten, der gerne einen Gastblog schreiben würde und mich sehr darüber gefreut.
Dom hat daraufhin sofort eine neue Rubrik kreirt wodurch dieses Portal mehreren Leuten die Möglichkeit zu Aktivitäten bieten kann und hoffentlich auch wird. Zu finden ist diese Rubrik namens "Aktiv werden" links unter "Links".
frisch verwandelt hat noch keine roten Augen

Was ich eigentlich anbringen wollte: Thema Kernenergie

Hätte mich vor einem Jahr jemand über meine Meinung zu dieser Technologie gefragt, ich wäre irgendwo zwischen Vorteilen und Nachteilen hin und hergependelt und schließlich unentschlossen verblieben. Dies hat sich in der letzten Zeit durch einiges an Input aus Vorlesungen und Vorträgen um den 20. Jahrstag des Unfalles in Tschernobyl jedoch geändert und ich fühle mich nun recht wohl in der Rolle eines Atomkraftgegners.

Zu Beginn ein paar grundlegende Daten:
Anteil der Kernkraft an der Primärenergieproduktion: Weltweit 2.5%, EU-weit 14.6%
Anteil der Kernkraft an der Stromproduktion: Weltweit 16%, Westeuropa ca. 30%
Weltweit sind derzeit 436 Atomkraftwerke in betrieb.

Uranvorkommen:
Auf einer Seite namens kernenergie.de deren Position sich sehr gut an dem Satz "Uran ist von der Ressourcenbasis her eine nachhaltige Energiequelle." erkennen lässt, habe ich einen Bericht namens "Wie lange reicht das Uran" gefunden: Sollte sich der Uranpreis von heute 26 US$/kg Uran auf 130 US$/kg Uran verfünffachen (!), so können wir hinreichend gesicherte Vorräte für 47 Jahre annehmen. Rechnet man jedoch alle Vorräte, die auch nur in den kühnsten Vermutungen von OECD/NEA und IAEA vorkommen zusammen, so kommen wir auf eine statistische Reichweite von 166 Jahren bei heutiger Abbaurate (also ohne Ausbau!) und erheblich gestiegenem Preis, der die Wirtschaftlichkeit des Abbaus erst ermöglicht, da erheblich mehr Energie aufgewendet werden muss um den Rohstoff der Erde zu entreissen.
An dieser Stelle möchte ich auch noch dazu aufrufen, derartige Zahlen immer nur als ungefähre Anhaltspunkte zu verstehen. Jede Institution erhält abhängig von Vorgehensweise und Intension andere Ergebnisse. Die Wahrheit liegt wohl wie so oft irgendwo dazwischen.

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