Atomkraft durch die Hintertür

Vor 20 Jahren ist der GAU in Tschernobyl "passiert". Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie ich mit meinem Bruder im Sandkasten spielte als uns der Vater plötzlich herausgeholt hat. Lange Zeit durften wir nicht mehr im Sand spielen.
20 Jahre nach dem GAU scheint die Atomkraft wieder auf dem Vormarsch. Fossile Energieträger werden immer teurer und gehen bald zu Ende und das Klima will geschützt werden. Es ist wahr, dass Atomkraft CO2-neutral ist, aber wollen/können wir mit dem Risko eines weiteren GAUs leben? Wohin mit dem radioaktiven Material, das noch viele Jahrhunderte strahlen wird?
Manche werden denken, dass in Österreich doch eh ALLE (Parteien) gegen die Atomkraft sind. Die Frage ist aber auch wie sehr sie sich für einen europaweiten Ausstieg einsetzen. Lesenswert finde ich das ÖVP-Atom-Sündenregister (pdf). Werde Anna Franz um einen Kommentar diesbezüglich bitten.
Ökostromnovelle
Einen Punkt möchte ich ganz besonders herausstreichen. In der neuen Ökostromnovelle (Ende Mai im Parlament) soll die Ökostromförderung massiv zurückgeschraubt werden. Österreich wird also mehr Strom importieren müssen - woher wohl? Gott sei Dank haben wir um uns AKWs wie Temelin, Bohunice, .... ?!
Der VKW-Strom besteht beispielsweise aus 17% Atomstrom - Tendenz steigend.
Linktipps: Und was meinst du dazu? Wer übernimmt die Verteidigung der ÖVP? (siehe Sündenregister)
bartenstein - 27. Apr, 13:24
TTh (Gast) - 15. Mai, 09:29
Die Atomkraft ist durchaus nicht CO2-neutral; die enormen CO2-Kosten, die beim Aubbau des Uranerzes, der chemischen und nuklearen Aufbereitung, der Entsorgung und Lagerung anfallen, werden nur selten in die Rechnung miteinbezogen!
bartenstein - 20. Mai, 10:21
Biomasse und co
Nun, wenn die komplette Ökobilanz hergezogen wird, ist auch Biomasse aus heimischen Wäldern nicht CO2-neutral. Schließlich wird der Transport meist mit Hilfe fossiler Energieträger bewältigt.
Trotzdem - die bessere, nicht neutrale CO2-Bilanz ist ein Argument für Atomkraft. Die Argumente gegen Atomkraft überwiegen aber bei weitem.
Trotzdem - die bessere, nicht neutrale CO2-Bilanz ist ein Argument für Atomkraft. Die Argumente gegen Atomkraft überwiegen aber bei weitem.
corck (Gast) - 25. Mai, 17:56
Atomkraft ist wohl momentan die einzige Möglichkeit sich von der Abhängigkeit u. dem politischen Druck Erdöl/Erdgasexportierender Länder zu lösen.
Erneuerbare Energien sind wohl sinnvoll, aber können (noch) in keinster Weise effizient u. kostengünstig eingesetzt werden.
Erneuerbare Energien sind wohl sinnvoll, aber können (noch) in keinster Weise effizient u. kostengünstig eingesetzt werden.
hans (Gast) - 3. Jun, 12:14
kloecke was ist das wieder fuer ne schwarzmalerei?
bartenstein - 4. Jun, 16:40
Die Atomkraft hätte sich ohne massive Subventionen _niemals_ gerechnet: Ohne Staatshaftung wäre kein einziger Atommeiler aufgestellt worden. Darüberhinaus macht Kernkraft abhängig von Uran.
Erneuerbare Energien lassen sich sehr wohl kostengünstig nutzen - speziell dann, wenn CO2-Abgaben die Verbrennung fossilen Energieträger näher an die Kostenwahrheit führen.
Erneuerbare Energien lassen sich sehr wohl kostengünstig nutzen - speziell dann, wenn CO2-Abgaben die Verbrennung fossilen Energieträger näher an die Kostenwahrheit führen.
. (Gast) - 3. Jun, 01:38
.
.
Michael (Gast) - 3. Jun, 01:49
Was soll das ganze Getöse?
Solange sich die Grünen in ihrer ideologischen Verbohrtheit für die Blockadehaltung einer ÖVP einspannen lassen wird alles wie gehabt
weiterlaufenl
Träumt schön weiter von besseren Zeiten!
Solange sich die Grünen in ihrer ideologischen Verbohrtheit für die Blockadehaltung einer ÖVP einspannen lassen wird alles wie gehabt
weiterlaufenl
Träumt schön weiter von besseren Zeiten!
bartenstein - 4. Jun, 16:41
Wo lassen sich die Grünen von der ÖVP einspannen?


Trackback URL:
http://verkehrt.twoday.net/stories/1883587/modTrackback