Montag, 9. August 2004

Noticias de Guatemala

Andres und ich sind seit 6. August 2004 in Guatemala und werden bis 16. September dort bleiben.

VerkehrtWeblog-2004-08-12-6251634292

Unsere Reise

Mit dem Zug sind wir von Oberstaufen nach Muenchen gefahren, wo wir dann ueber Los Angeles nach Guatemala geflogen sind. Die Sicherheitsvorkehrungen am Flughafen fuer die Einreise in die USA sind kaum zu beschreiben - sowohl unserer Bergschuhe als auch unserer Guertel mussten wir uns entledigen - wir sind im Krieg, scheint es!

¡Guatemala!

Voller Erwartung sind wir um 4 Uhr morgens in Guatemala Ciudad angekommen. Zu Fuss haben wir uns dann auf den Weg in die Zona 10 gemacht - die enormen Unterschiede wurden augenscheinlich. Unser ungewoehlicher Fussmarsch brachte uns den Spitznamen los perdidos ein - die verlorenen Soehne. Der Verkehr ist die Hoelle und die alten Busse ziehen eine schwarze Rauchwolke hinter sich her, dass einem das Atmen vergeht und man die Russpartikel in der Luft geradezu abzaehlen kann.

La familia

Unsere Gastfamile scheint sich fast gewundert zu haben, dass wir unseren Fussmarsch durch die halbe Stadt lebendig beendet haben. Ansonsten wird hier jede noch so kurze Strecke mit dem Auto zurueckgelegt - genuegend Geld vorausgesetzt. Los pobres (Die Armen) sind auf die ueberfuellten camionetas (Autobusse) angewiesen. Die enorme Kluft zwischen Arm und reich wurde uns bei unserem Fussmarsch richtig bewusst.

La boda

Am ersten Tag waren wir auf eine Hochzeit eingeladen - nach einer Fahrt durch dreckige pueblos gelangten wir zu einem eingezaeunten und streng bewachten Gelaende. Die Hochzeit war nobler als wir sie in Europa kennen und Andres und ich fuehlten uns wie Kolonialherren - es war ein befremdendes Gefuehl sich an guten Speisen und teuren Getraenken zu laben waehrend nur einige Kilometer weiter die Menschen im Dreck leben und irgendwie ihr taegliches Brot verdienen muessen.

Estamos en Antigua

Seit gestern sind wir in Antigua, Guatemala. Wir melden uns wieder solange wir noch Zugriff zum Internet haben. In einer Woche werden wir die andere Seite Guatemalas hautnah kennen lernen. ¡Hasta luego!

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