Montag, 30. August 2004

Guatemala - Projekt Eco-Quetzal

Das feine Leben ist vorbei - die Realitaet in Guatemala hat uns eingeholt. Wir sind auf Tour ...

VerkehrtWeblog-2004-08-30-1744153047

Lagebericht

Es ist schwer all das Erlebte und Erfahrene in Worte zu fassen. Unfassbar gross sind die Unterschiede zwischen den Welten der Reichen und der Armen in Guatemala - in den letzten Tagen haben wir eher in letzterer gelebt. Die Geschichte von Guatemala ist gepraegt vom einem furchtbaren Buergerkrieg, der erst vor einigen Jahren offiziell beendet wurde. Momentan sind wir in Huehuetenango, der aermsten Region Guatemalas. Die wilden Fahrten mit den 20-Jahre alten Busse ueber Erdwege haben wir auch ueberlebt. Dafuer haben wir uns heute bei einer Messe in der Kathedrale bedankt. ;)

Projekt Eco-Quetzal

Durch Zufall sind wir durch unseren Reisefuehrer auf das Projekt Eco-Quetzal gestossen. In der Gegend um Coban haben deutsche Forscher vor einigen Jahren eine ungewoehlich grosse Ansammlung von Quetzales (eine besondere Vogelart) entdeckt - diese waren aber durch die vorherrschenden Anbaumethoden der Indigenas (Indianer) und das Roden des Regenwaldes gefaehrdet. Das Projekt Eco-Quetzal hat sich zum Ziel gesetzt den Regenwald zu erhalten und die dort lebenden Menschen zu unterstuetzen. Dies geschieht indem abgehaertete Touristen die Moeglichkeit bekommen fuer einige Tagen bei den Indianerfamilien zu wohnen und den Regenwald zu erkunden - fernab des Massentourismus.

Ein Abenteuer

Andres und ich haben das Abenteuer auf uns genommen und es war wirklich fantastisch. Drei Tage lang haben wir in einfachen Verhaeltnissen bei einer Indianerfamilie gewohnt - die Abende am offenen Feuer (natuerlich ohne Elektrizitaet) werden unvergesslich bleiben! Dies entschaedigt auch fuer den von Regen gepraegten 2h-Fussmarsch und die 3h Fahrt auf einem Lastwagen auf nicht-asphaltierten Wegen.

Oekotourismus

Eco-Quetzal ist fuer mich ein Paradebeispiel fuer Oekotourismus - eine Art von Tourismus der Mensch und Natur respektiert. Vielleicht sollte sich die OEVP dies beim geplanten Skigebietausbau im hinteren Bregenzerwald auch ueberlegen? Ich hoffe jedenfalls auf die Einsicht der Vorarlberger bei der anstehenden Landtagswahl.

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