Mittwoch, 1. September 2004

Guatemala - Umweltschutz

Es scheint mir, dass die katholische Kirche sich fuer die Rechte der (armen) Menschen einsetzt und sich auch in Umweltfragen der Sorgen der Menschen annimmt.

VerkehrtWeblog-2004-09-01-0172797790

Umweltschutz

Das ist in der Tat ein heikles Thema. Gelinde ausgedrueckt ist wohl das halbe Land eine Muellhalde - auch wenn die Regierungen bereits Kampagnen gestartet haben, ist es voellig normal den Muell an Ort und Stelle fallen zu lassen. Bei der Fahrt mit dem Autobus wird einfach das Fenster aufgemacht und der ueberfluessige Muell hinausgeworfen - dementsprechend sieht es auch an den Strassenraendern aus.

Fliessgewaesser und Verkehr

Auf unserer Reise sind wir schon an vielen Fluessen vorbeigekommen - es ist voellig normal, dass diese schaeumen und eine Menge Muell mit sich fuehren. Logischerweise aber auch tragischerweise kann das Wasser aus der Leitung nicht getrunken werden - gallonenweise muss das gefilterte Wasser gekauft werden.

Die 20-jahre alten Camionetas (Busse) sind fuer einen betraechtlichen Teil der Luft- und Laermverschmutzung verantwortlich. Dichte, schwarze Abgaswolken werden von diesen abgesondert. Laut Buschauffeur liegt der Verbrauch eines solchen Geraetes bei 50l Diesel/100km auf gebirgiger Erdstrasse. Leider fehlt auch hier das Geld fuer eine dringende Modernisierung des Fuhrparkes.

Kirche als Anwalt

Erst heute habe ich in der qualitativ guten Tageszeitung Siglo XXI die Schlagzeile gelesen, dass die katholische Kirche die Genehmigung der Regierung zum Abbau von Gold und Silber oeffentlich kritisiert: Permisos para explotar oro y plata son cuestionados por obispos.

Dies vor allem weil fuer den Abbau der Bodenschaetze lasche Auflagen erteilt wurden und verseuchtes Wasser die Folge sein wird. (so geschehen in Honduras) Die Kirche setzt sich fuer die Schwaechsten ein - die Armen und die Umwelt. Waere in der Tat schoen, wenn daraus eine Sozial- und Umweltbewegung entstehen koennte, wie dies die Gruenen bei uns verkoerpern.

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