EUPHRASIA OFFICINALIS ODER DER AUGENTROST

am Weg von Schröcken auf die Braunarl
Augentrost blüht von Juli bis September und ist bei uns von ca. 800 m aufwärts eigentlich überall zu finden.
Der Augentrost wird zu den Halbschmarotzern gezählt, da er mit seinen Saugwurzeln den Gräsern in seiner Umgebung Nährstoffe entzieht. Vielleicht wird er deshalb auch Milchdieb genannt.
Die Blüte zeigt die "Signatur" des Auges. (der dunkle Fleck in der Blüte wird mit der menschlichen Pupille verglichen)
So beschreibt schon der Name die traditionelle Verwendung, nämlich die Behandlung der verschiedensten Augenleiden.
1986 gelangte zwar die Kommission E zu dem Ergebniss, das die Wirksamkeit nicht ausreichend gesichert sei, trotzdem ist der Augentrost aus der Naturheilkunde nicht Wegzudenken.
Interessant ist es auch festzustellen, dass der Name dieser Pflanze in fast allen europäischen Sprachen ihren Wert als Augenmedizin anzeigt. So heißt Augentrost in Frankreich casse-lunettes (Brillenzerstörer), die Italiener nennen das Kraut luminella (Licht für die Augen) und im englischen heißt Augentrost eyebright (Augenglanz).
Angewendet wird er als Tee oder Absud. Als die Zeit noch etwas mehr Magie zu bieten hatte, wurde er einfach in einem Säckchen um den Hals getragen und er tat von dort aus seine Wirkung.
Ich habe Augentrost auch in meine Wildkräuterspaghettimischung getan (siehe unten), hat zwar nicht nach viel geschmeckt, aber schön ausgeschaut.

d.reidl - 5. Jan, 16:46
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