ARNIKA

Diese Arnika ist mir Ende Juli zwischen Bergstation Ugalift und Elsenkopf begegnet. (Übrigens lohnt es sich wegen der nicht vorhandenen Liftanlagen den selten begangenen Abstieg vom Elsenkopf nach Damüls zu gehen.)
Ihr lateinischer Name ist Arnica montana. Im Volksmund wird sie auch Johannisblume, Wolfsdistel oder Bergwohlverlei (Wolverlei-Wolferley-Wolf...) genannt. Wobei sich "Wolf" auf die außerordentliche Kraft der Pflanze bezieht. (engl. Wolf´s Bane)
Am Johannistag (=Sommersonnwende) soll die Arnika die meiste Heilkraft entwickeln, wie viele vom Lichtimpuls angeregte, gelb und orange blühende Pflanzen.
Der Name "Arnika" ist relativ jung (17.Jh.) und seine Entstehung nicht mehr nachvollziebar.
Sie ist eine ausgesprochene Gebirgspflanze und wächst auf Magerwiesen und in lichten Nadelwäldern zwischen 900 und 2300 m. Was sie nicht so sehr mag sind Kalkhaltige Böden und Düngung.
Die Heilpflanze

Die Arnika besitzt neben ihrem herbaromatischen Duft eine große Wirkung und wird darum als das Erste-Hilfe-Kraut der Naturmedizin bezeichnet. Als Tinktur (uns allen bekannt als Arnika schnaps) ist Arnika ein altbewährtes Wundheilmittel.
Bei innerlicher Anwendung ist Arnika ein sehr starkes Herz-Kreislauf-Tonikum. Die Liste der Indikationen ist lang, allerdings wird in mehreren modernen Kräuter- und Heilkräuterbücher von einer innerlichen Anwendung abgeraten.
Es bleibt zu sagen, dass Arnika einerseits eine große Heilerin ist, andererseits aber so strake Kräfte besitzt, dass der Umgang mit Ihr wohl gelernt sein will. (Viele Omas wissen noch gut bescheid)
Sowieso steht sie in einigen Gebieten bei uns unter Naturschutz und es sollte mit ihr vorsichtig umgegangen werden. Die Arnika ist seit jeher in unseren Bergen zu Hause und ist aus der traditionellen Volksheilkunde nicht wegzudenken. Sie ist eine Geheimnisumwitterte Pflanze und ein genaueres Betrachten lohnt sich allemal.
d.reidl - 28. Sep, 09:39
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