e-card

Wie war das noch mal?
Bequemer soll das Ganze werden, wir brauchen uns keine Krankenscheine
mehr zu besorgen, unkomplizierter in der Abwicklung,... - das ist
ja echt toll.
Ich war während der Semesterferien in Andelsbuch beim
Allgemeinmediziner um eine seit einigen Monaten verspannte Schulter
anschauen zu lassen. Ich wurde zum Röntgen geschickt und bekam eine
Überweisung zur Physiotherapie. So weit, so gut.
Leider habe ich mir jetzt aber etwas ungutes im Magen eingefangen (die
große Kotz-und-Krampf-show). Sie hat mir heute eine Prüfung versaut,
von der ich froh bin wieder heil in mein Bett zurückgelangt zu sein.
Nun wollte ich hier einen Arzt besuchen und mußte feststellen, daß
meine Karte gesperrt ist. Der ehrenwerte Herr Doktor R. hat anscheinend
nicht daran gedacht, daß ich vielleicht auch mal zu einem anderen Arzt
möchte obwohl ich des öfteren erwähnte, nach einigen Tagen wieder nach
Wien zu fahren.
Es macht Spaß, mit schmerzverzerrtem Gesicht in einer Ordination zu
stehen, und sich mit mitleidsvollen Blicken und Redensarten Abweisen zu
lassen.
e-card für die Ärzte erklären? - mein Verdacht: Schutz vor dem freien
Markt
Zur Beruhigung bevor sich jemand zu unrecht verurteilt fühlt:
Anscheinend dürfte die Karte deswegen nicht gesperrt sein und der
schwarze Peter liegt jetzt bei der Vorzimmerdame des Wiener Arztes, was
uns Vorarlberger natürlich sehr freut und worauf wir nicht weiter
nachforschen, da sich der Patient schon wieder auf dem Weg der
Besserung befindet.

