Montag, 26. Juli 2004

Unterwegs mit dem Stromauto

Das verkehrt.net-Team war mit dem Emobil der VKW unterwegs.

VerkehrtReport-2004-07-26-9337591878

Eine Idee

Dominik und Jan haben sich schon längere Zeit Gedanken über
eine umweltfreundliche Alternative zum herkömmlichen Auto
gemacht und kamen auf die Idee ein Elektroauto zu mieten. Wie
die wenigsten wissen stellen die VKW Emobile ohne Leihgebühr zur
Verfügung! Ich hatte die Aufgabe das Auto, einen Citroën Saxo
mit Elektromotor in Bregenz abzuholen. Ein VKW-Mitarbeiter hat
mich instruiert wie das Elektroauto zu fahren ist.

Das Emobil

Die Amaturen bestehen aus Geschwindigkeitsanzeige,
Ladestandanzeige (in Prozent angegebene Akkufüllung) und einer
Verbrauchsanzeige:

  • grüner Bereich: sparsames Fahren
  • oranger Bereich: mittelmässiger Verbrauch
  • roter Bereich: viel Verbrauch
  • negativer Bereich: es wird Strom produziert!

Gänge gibt es keine und somit auch keine Kupplung.
Rückwärts fährt man auf Knopfdruck.

Die Testfahrten

Am Berg:
Bergauf fahren lässt sich bei uns im Bregenzerwald natürlich
nicht vermeiden Wenn man dabei im grünen Bereich bleiben
möchte, ist man relativ langsam unterwegs (40km/h). Mit Fahren
im roten Bereich geht es aber schneller.

Bundesstraße:
Der B200 entlang von Alberschwende nach Egg verbrauchte das
Elektroauto keinen Strom, sondern produzierte sogar Energie,
welche wiederum zum Aufladen der Akkus verwendet wird. Wir
fuhren im vorgeschriebenen Tempolimit (60 km/h, 80
km/h).

Autobahn:
Das Autobahn fahren (Dornbirn- Rankweil) verbraucht relativ
viel Energie, obwohl wir im grünen Bereich gefahren sind. Wir
erreichten hier die Höchstgeschwindigkeit von 95 km/h.
Allerdings konnten wir uns nicht entspannen, da die
Vorstellung, dass der Akku bald leer ist, nicht gerade
beruhigend war. Johannes Rauch hat uns schliesslich an einer
Steckdose tanken lassen. ;)

Mit der Zeit bekamen wir ein gutes Gefühl für das
Abschätzen welche Strecke wieviel Strom benötigte. Die
Reichweite einer Akkuladung ist mit ca. 85 km angegeben, wobei
diese je nach Art der Strecke (z.B. Berg) variiert.

Tanken

Das Tanken oder besser das Aufladen des Akkus dauert etwa 4
Stunden an einer gewöhnlichen 220 Volt- Steckdose. Es besteht
die Möglichkeit an den Stromtankstellen der VKW mit
kostenfreiem Parkplatz aufzuladen. Eine solche Stromtankstelle
befindet sich z.B. in Egg hinter dem Kässtadel. Zum Vergleich:
für 100 km zahlt man für den Strom etwa 1,65 Euro.
(Nachtstrom)

Fazit


Vorteile
Nachteile
leise
gutes Fahrgefühl: gemütlich, entspannter
keine Luftverschmutzung
keine Steuern
niedrige Verbrauchskosten
bergfahren
Tanken dauert 4 Stunden
hohe Anschaffungskosten (50 - 70% teurer)



Unsere Bekannten und die mitgenommenen Autostopper waren
sehr interessiert und positiv vom Emobil überrascht. Bemängelt
haben einige die kurze Reichweite des Elektroautos. Wir von
verkehrt.net sehen dies nicht als Nachteil - längere Strecken
werden sinnvollerweise mit Öffentlichen Verkehrsmitteln (Bus,
Bahn) zurückgelegt.

Die Lösung für alle Probleme?

Mit einem Elektroauto sind nicht alle Probleme, die der
Verkehr und das Auto mit sich bringen, beseitigt. Denken wir
nur an den Strassenbau, Parkplätze, Unfallrisken ...
Jetzt bleibt mir nur noch eine Frage: Ist der Strom, den wir
tanken, wirklich so sauber wie wir denken? Doch das ist eine
andere Geschichte ...

Link zum Photoalbum zur Emobil-tour
Link zu den Stromautos der VKW

Geocaching - auf Schatzsuche!

Beim Geocaching geht es darum mit einem GPS-Gerät einen Schatz zu finden.

geocaching

Was ist Geocaching?

Alles was für Geocaching benötigt wird ist ein GPS-Gerät.
Mit einem GPS-Gerät kann man satellitengesteuert jeden Punkt der Erde eindeutig finden. Auf dem Geocachingportal sucht man sich dann einen geeigneten Cache in der Nähe heraus, druckt die Wegbeschreibung aus und startet das Abenteuer. Hinweis: Auf http://www.geocache.at/index.php?page=cachemap
bekommt man eine übersichtliche Landkarte präsentiert. Wer
glaubt, dass es einfach ist einen Cache zu finden täuscht sich
- Im Wald ist der GPS-Empfang zumeist etwas gestört, sodass
Ungenauigkeiten von 50m vorkommen können.

Was ist das für ein Schatz?

Die versteckten Schätze bestehen zumeist aus einem
Tupperwaregeschirr, das mit fünf Gegenständen gefüllt ist.
Beispiel für einen möglichen Inhalt: Linux-Pinguinanstecker,
Orgelteil, Zinnsoldat, eine Kassette mit unbekanntem Inhalt
und eine irische Münze. Wenn man den Schatz schliesslich
gefunden hat, darf pro Person ein Gegenstand herausgenommen
und durch einen mitgebrachten Gegenstand ersetzt werden. Der
Cache bleibt in der Regel in seinem Versteck. Das Finden des
Caches wird sowohl im Logbuch des Caches als auch im Internet
erfasst.

Gibt es im Bregenzerwald auch Geocaches?

Natürlich, sogar einige. Einer befindet sich auf dem
Hittisberg,
ein anderer im
Quelltuff
in Lingenau und ein weiterer in
Klausenstein,
Bezau. Alle drei Geocaches sind in
wunderschöner Natur und eine Wanderung wert. Unter dem Motto
Practice "Cache In Trash Out" nehmen Geocacher bei der
Schatzsuche einen Müllsack mit, um gefundenen Müll
einzusammeln und mitzunehmen.

Auf die Suche!

Wer kein GPS-Gerät sein eigen nennt, aber trotzdem auf
Schatzsuche gehen möchte, kann mein GPS-Gerät ausleihen. Eine
Email an dom@wahuu.at
genügt. Geocaching macht Spass und führt einen an wunderbare,
bisher unbekannte Plätze. In diesem Sinne - Happy
Geocaching!

Reisefieber

Jan reist zu seinen Verwandten nach Indien und ich fliege bald nach Guatemala auf eine Hochzeit eines Kollegen.

VerkehrtWeblog-2004-07-26-9958288563

Mit der Natur

Heute bin ich mit dem Mountainbike über Sibratsgfäll nach Schetteregg gefahren, wo ich die Urlauber Hans-Peter und Herma in ihrer Vorsäßhütte besucht habe. Es ist schön zu erfahren was das Leben in der Natur und vor allem mit der Natur uns Menschen zu geben vermag - eine Möglichkeit dem stressigen Alltag zu entfliehen und ganz Mensch zu sein. Zu Abend essend haben wir über menschen- und umweltrelevante Themen geredet - es tut gut Menschen zu hören die ähnlich denken wie ich und sich mit den Ideen von verkehrt.net identifizieren.

Flugreisen

Sowohl mein Freund Jan als auch ich unternehmen in diesem Jahr eine weite Reise - Indien und Guatemala. Beide Länder sind fast nur mit dem Flugzeug zu erreichen. Ob ich ein Problem damit habe? Nein, aber ich bin mir der Problematik des Flugverkehrs sehr wohl bewusst. Erst gestern bin ich auf ein interessantes Projekt gestossen - atmosfair. Auf dieser Seite habe ich mir den CO2-Verbrauch für die Strecke München - Los Angeles - Guatemala City und retour ausrechnen lassen. Das Ergebnis hat mich negativ überrascht: 8.680 kg CO2. (Als Klimaverträgliches Jahresbudget eines Menschen werden 3.000 kg CO2 angegeben.)

Atmosfair

Als Ausgleich bietet atmosfair dem Passagier die Möglichkeit freiwillig für die von ihm verursachten Klimagase zu bezahlen. Das Geld wird zum Beispiel in Solar-, Wasserkraft-, Biomasse- oder Energiesparprojekte investiert, um dort eine Menge Treibhausgase einzusparen, die eine vergleichbare Klimawirkung haben wie die Emissionen aus dem Flugzeug. Finanziert werden Projekte in Entwicklungsländern, unter anderen auch in Indien. Ich habe meine Verantwortung wahrgenommen und freiwillig Euro 155 bezahlt und hoffe, dass unsere flugzeugfliegenden Politiker mit gutem Beispiel vorangehen und bei Kurzstrecken auf klimaschonendere Verkehrsmittel umsteigen (Bahn) oder bei notwendigen Langstreckenflügen meinem Beispiel folgen:

verkehrt.net

Bregenzerwald | Vorarlberg | Europa | Erde

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Zuletzt aktualisiert: 2. Nov, 16:00

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